Eingabehilfen öffnen

Zurück zu Events

In Poseidons Reich XXXII - Die Fahrten von Kogge und Co

Mo

Mai 3

000 €0,00 €

Preis

2027-05-03 2027-05-09 In Poseidons Reich XXXII - Die Fahrten von Kogge und Co
Erweiterte Beschreibung

Der Schiffstyp Kogge war die Grundlage des großen  Handelserfolges der Hansevereinigung im Mittelalter. Die Konstruktionselemente der Koggen zeichnen sich gegenüber ihren Vorgängertypen durch einen bauchigen, hochbordigen Schiffskörper aus und wurden vom 12. bis ins 16. Jh. mit durchlaufendem Deck und einem Bug- und Heckkastell ständig weiterentwickelt. Dadurch konnten die Lastensegler auch beim Einsatz unter Bewaffnung als „Kriegsschiffe“ bei der Bekämpfung von Piraten und in Seegefechten mit Gegnern innerhalb und außerhalb der Hanse Dienst tun.

Die bekannten Handelsrouten der Bremer Hansekaufleute waren die Gewässer der Nordsee und des Nordatlantiks. Die angesteuerten Handelsplätze und Faktoreien reichten von Island und Bergen im Norden bis nach London und Brügge im Süden. Bremer Bier und Handwerksprodukte wurden gegen Stockfisch, Wein und Tuch gehandelt.

Die Entdeckung der hölzernen Reste eines Schiffswracks in der Weser 1962 stellte eine Sternstunde der deutschen Unterwasserarchäologie dar. Als Folge seiner Bergung, wissenschaftlichen Bearbeitung und Konservierung wurde das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven gegründet. Dendrologische Untersuchungen der Hölzer ergaben eine Bauzeit der Kogge um 1380. Bei archäologischen Notgrabungen der Grabungsfirma ArchaeoFirm in Zusammenarbeit mit der Landesarchäologie Bremen wurden 2022 in einer Baugrube am Teerhof über 100 Kalfaterklammern gefunden. Mit diesen „Sinteln“ wurden die Kalfaterleisten über den Außenplanken befestigt, wie sie auch an der Bremmer Kogge verbaut vorgefunden wurden. Ergänzend zu diesen „Sinteln“ wurden an der Teerhofbaustelle auch Holzreste in Pfostenlöchern vorgefunden, geeignet für Baugerüste einer Helge.

Diese Befunde zusammen lassen darauf schließen, dass sich am Teerhof im Mittelalter eine Werft befand, auf der die Bremer Kogge sich im Bau befand, als sie 1380 bei einem Hochwasser in die Weser gespült wurde. Der Bremer Teerhof ist damit der bislang einzige archäologisch nachgewiesene Bauplatz einer Kogge.

Die Konferenz IPR XXXII will einem internationalen Publikum ein Podium zur Präsentation und Diskussion neuer Ergebnisse auf dem Gebiet der Unterwasserarchäologie, des mittelalterlichen Schiffsbaus und von Werft- und Hafenlagen der Hansezeit bieten.

Kein Veranstaltungsort wäre hierfür geeigneter als die Freie Hansestadt Bremen und Bremerhaven!

Der Vortragsteil der Konferenz wird ergänzt durch Exkursionen im Stadtgebiet der Freien Hansestadt Bremen und Umgebung zu archäologischen Fundstellen und baulichen Repräsentanten der Stadtentwicklung, die den wirtschaftlichen Erfolg der Freien Hansestadt reflektieren. Hier soll die Wichtigkeit der Bewahrung des Kulturerbes im Boden und unter Wasser betont werden. Fragestellungen zur Bremer Kogge, zum mittelalterlichen Schiffsbau, zu Aspekten des internationalen Handels der Hanse und zu modernen Konservierungstechniken werden an Nachbauten in Bremen und am Original im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven adressiert.

Bei einem geführten Stadtrundgang sollen den Teilnehmern auch Einblicke in die moderne Logistikstadt Bremen gewährt werde.

Wie bei allen IPR-Konferenzen sind neben dem Hauptthema auch Beiträge aus allen Bereichen der Unterwasserarchäologie und des Unterwasserkulturerbes willkommen.

Anhänge
Veranstaltungsdetails
  • 3 Mai 2027 - 9 Mai 2027
ART
Tagung
Modus
In Präsenz
OfflineEventAttendanceMode
Standorte
Bremen und Bremerhaven Bremen und Bremerhaven